Startschuss für das Anpassungs-Netzwerk

Am 23. September 2021 fiel in Graz der Startschuss zum „Österreichischen Netzwerk innovativer Klimawandelanpassung für Praktiker:innen auf regionaler Ebene“ (kurz "Anpassungsnetzwerk"). Fast 50 Interessierte informierten sich über die Rahmenbedingungen des Netzwerks und schmiedeten die ersten Ideen zu möglichen Arbeitsgruppen. In einem Jahr sollen bereits die ersten Früchte geerntet werden.

Logo Anpassungsnetzwerk

Die Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist ein Thema, das immer mehr Menschen in Österreich beschäftigt. Steigt man neu in das Themenfeld ein, ist man oft überwältigt von der enormen inhaltlichen Breite (14 Handlungsfelder beispielsweise in der Österreichischen Strategie zur Anpassung an den Klimawandel). Man lernt dann nach und nach die Akteur:innenlandschaft kennen und bemerkt leider auch, dass die vielen verschiedenen Organisationen in unterschiedlichen Rollen nicht immer akkordiert zusammenarbeiten. Dabei wäre es essentiell, Anpassungsagenden in hoher Qualität, nach besten Know-how und effizient in Umsetzung zu bringen. Denn der Klimawandel wird sich fortsetzen und uns bleibt nicht mehr viel Zeit, die Treibhausgasemissionen in den Griff zu bekommen. Je länger wir warten, desto höhere Investitionen in die Anpassung werden nötig sein. Im schlimmsten Fall könnten uns die Optionen zur Anpassung auch ausgehen.

Um dieses Szenario zu vermeiden, startete das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) gemeinsam mit den Bundesländern und dem Klima- und Energiefonds am 23. September 2021 das Österreichische Netzwerk innovativer Klimawandelanpassung für Praktiker:innen auf regionaler Ebene. Zielgruppe des Netzwerks sind allen voran Praktikerinnen und Praktiker, die auf regionaler Ebene, auch mit Unterstützung unterschiedlicher Programme, Anpassungsagenden in Umsetzung bringen. Das Netzwerk dient auch dazu, die Akteurinnen und Akteure stärker miteinander bekannt zu machen. Erfahrungsaustausch, neue Kooperationen und vor allem die Vermeidung von Doppelgleisigkeiten stehen im Vordergrund. Das neue Netzwerk wird in das bestehende Anpassungsakteur:innenfeld eingebettet. BMK, Bundesländer und Klima- und Energiefonds begleiten die Netzwerkaktivitäten in Form einer Kernsteuerungsgruppe.

Helmut Hojesky (BMK), Theresia Vogel, Ingmar Höbarth (Klima- und Energiefonds), Andrea Gössinger-Wieser (Land Steiermark, Gastgeberin) und Andreas Drack (Land Oberösterreich, Vertreter für alle Bundesländer) präsentieren das neue Anpassungsnetzwerk
Helmut Hojesky (BMK), Theresia Vogel, Ingmar Höbarth (Klima- und Energiefonds), Andrea Gössinger-Wieser (Land Steiermark, Gastgeberin) und Andreas Drack (Land Oberösterreich, Vertreter für alle Bundesländer) präsentieren das neue Anpassungsnetzwerk

Als „Klebstoff“ im Netzwerk setzt man auf die Gründung von österreichweiten Arbeitsgruppen. In diesen Gruppen finden sich Personen zusammen, die ein spezielles Interesse oder Anliegen an einem Themenbereich haben. Um den Start zu erleichtern, wurden am 23. September drei Themenfelder seitens Kernsteuerungsgruppe vorgeschlagen: 1) Sammlung praxisrelevanter Infos für Behörden und Entscheidungstragende, 2) Kommunale Klimawandelanpassung & klimafittes Bauen, 3) Klimawandelanpassung für Betriebe. Ein viertes Thema konnte vor Ort durch die Anwesenden selbst gewählt werden. Mit recht knapper Entscheidung lag das Thema 4) Katastrophenschutz an erster Stelle.

links: Großes Interesse beim 1. Netzwerktreffen KWAN, rechts: Markus Leitner (Umweltbundesamt) moderiert die Veranstaltung
links: Großes Interesse beim 1. Netzwerktreffen KWAN, rechts: Markus Leitner (Umweltbundesamt) moderiert die Veranstaltung

Das Umweltbundesamt, Team Klimawandelanpassung, zeigte sich im Rahmen der Dialogveranstaltungsreihe Klimawandelanpassung für die Organisation und Umsetzung des 1. Netzwerktreffens verantwortlich. Neben der Gesamtmoderation begleiteten wir im World Café Format die vier Gruppen bei ihren ersten Überlegungen zu möglichen Projektideen. Dank des unglaublichen Engagements und Interesses der Teilnehmenden konnten wir in nur eineinhalb Stunden schon sehr konkrete Überlegungen festhalten:

Die Arbeitsgruppen erhalten ab sofort Unterstützung beim neuen Netzwerkmanager des Klima- und Energiefonds, Clemens Gattringer. Bis 13. Oktober 2021 können sich interessierte Personen zur Mitarbeit oder auch als Projektgruppenleitung für eine der Themengruppen melden. Die ersten Ergebnisse sollen bereits in einem Jahr beim nächsten Vernetzungstreffen präsentiert werden. (MO, September 2021)

Weitere Informationen

Website www.anpassungsnetzwerk.at  
Infosheet für Arbeitsgruppen

Kontakt Netzwerkmanager:

Klima- und Energiefonds, Clemens Gattringer

clemens.gattringer@klimafonds.gv.at, 01 585 03 90-57

Präsentationen vom 1. Netzwerktreffen in Graz:

Gernot Wörther: Entstehung des Netzwerks, aktueller Status

Clemens Gattringer: Themen für die Arbeitsgruppen