Auswirkungen auf das Erzeugungspotenzial von Wasserkraftwerken

© Bernhard Gröger
Auswirkungen von möglichen Klimaveränderungen auf das Erzeugungspotenzial von Wasserkraftwerken
Aufbauend auf simulierten Datenreihen meteorologischer und hydrologischer Variablen werden Veränderungen von Energieerzeugungspotentialen der Modellierungsregionen ermittelt.
| Inhalt | Die Ressource „Wasser“ stellt in Gebirgsräumen, insbesondere im Alpenraum in Hinblick auf den Einsatz erneuerbarer Energien die größte Energiequelle und wichtigsten Produktionsfaktor dar. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zur Thematik Klimawandelforschung prognostizierten signifikante Veränderungen von Niederschlägen und Wasserführung. Ziel dieses Projektes ist es, diese Veränderungen in der nötigen Detaillierung einzugsgebietsbezogen zu analysieren und darauf aufbauend energiewirtschaftliche Basisbewertungen vorzunehmen, welche eine nachhaltige und effiziente Nutzung der Ressource Wasser als erneuerbare Energiequelle auch in Zukunft erlauben. Im gegenständlichen Projekt sollen für den Zeitraum 2010 bis 2100 Szenarien für die Klima- und Abflussentwicklung repräsentativer Einzugsgebiete in Österreich in unterschiedlicher Detaillierung erstellt werden. Um regionale und klimatische Variabilität zu erfassen, werden exemplarisch Einzugsgebiete in Österreich und in der Türkei analysiert, bewertet und miteinander verglichen. Auf Basis der einzugsgebietsbezogenen Ergebnisse erfolgen in einem zweiten Schritt Basisbewertungen potentieller energiewirtschaftlicher, klimawandel-bezogener Veränderungen. Um das Projektziel zu erreichen, sollen unter anderem folgende Methoden angewandt werden: Diverse deskriptive Methoden zur Analyse von Eingangsdaten, Zwischenergebnissen und Endresultaten. Statistische Gruppierungsverfahren zur Ermittlung von Ähnlichkeiten zwischen Einzugsgebieten und deren mögliche Clusterung. Analyse, Aufbereitung und Modellierung meteorologischer und klimatologischer Daten auf Basis statistischer Ansätze. Erstellung von Niederschlags-Abflussmodellen und Wasserhaushaltsmodellen in unterschiedlicher Detaillierung. Kalibrierung und Anwendung statistischer Prognoseverfahren. Anwendung energiewirtschaftlicher Optimierungsmodelle. |
| Durchführende Institutionen | Universität für Bodenkultur Wien. Institut für Meteorologie (BOKU-Met) |
| Partner | Verbund APG, Österreich Zentrum für Naturgefahren- und Risikomanagement GmbH , Innsbruck |
| Weitere Infos | forschung.boku.ac.at/fis/suchen.projekt_uebersicht |
| Zeithorizont | 2011 - 2014 |
| Auswirkungen des Klimawandels | Veränderungen von Niederschlägen und Wasserführung |
| Betroffene Bereiche | Energieversorgung, Wasserkraft |
| Sektoren | Energiewirtschaft, Wasserwirtschaft |
| Administrative Einheiten | Österreich |
| Naturräumliche Zuordnungen | Fließgewässer |
| Forschung / prakt. Maßnahme | Forschung zu Klimawandelfolgen |
| Letzte inhaltliche Aktualisierung | 19. Dezember 2013 |