Gletscher

Seit 1850 schmolzen rund 2/3 der Gletscher in den europäischen Alpen. Alle vermessenen Gletscher Österreichs haben seit 1980 deutlich an Fläche und Volumen verloren.

Foto Gletscher

Seit 1850 schmolzen rund 2/3 der Gletscher in den europäischen Alpen und auch alle vermessenen Gletscher Österreichs haben seit 1980 deutlich an Fläche und Volumen verloren (APCC 2014).

Der mittlere Rückzugsbetrag der 79 sowohl 2024 als auch 2025 vermessenen Gletscher betrug -20,3 Meter. In der 135-jährigen Geschichte des Alpenverein-Gletschermessdienstes ist dies der achthöchste Wert. Negativrekordhalter sind die Messjahre 2021/22 mit -28,7 m,  2016/17 mit -25,2 m und 2023/24 mit -24,1 m – alle drei Negativrekordwerte wurden also innerhalb der letzten neun Jahre erreicht. Der Alpeiner Ferner (Tirol) und Stubacher Sonnblickkees (Salzburg) verzeichnen laut Gletscherbericht 2024/25 die größten Verluste mit einem Rückgang von über 100 Metern. Auch an der Pasterze, Österreichs größtem Gletscher, schreitet der Zerfall der Gletscherzunge weiter voran. Im Gletscherhaushaltsjahr 2024/2025 blieben nur zwei von 96 vermessenen Gletschern nahezu unverändert, 94 Gletscher haben sich weiter verkleinert. 

Grund für diese Entwicklung waren erneut gletscherungünstige Witterungsbedingungen: ein schneearmer und warmer Winter und ein außergewöhnlich warmer Frühsommer mit einem Juni, der um fast 5 °C zu warm war. Die Temperaturen lagen an den ausgewerteten Hochgebirgsstationen um 2 °C über dem langjährigen Jahresdurchschnitt. Gleichzeitig wurde ein Niederschlagsdefizit von 24,5 Prozent verzeichnet.  (Alpenverein, Gletscherbericht 2024/2025)

Weiterführende Informationen: 

Gletscherbericht 2024/25

Gletscherberichte Alpenverein Archiv

Gletschermonitor

Klimastatusbericht 2022 mit Schwerpunkt Auswirkungen der Gletscherschmelze

Zukunftstrends im Überblick:

  • Schwindende Gletscher
  • steigende Schneefallgrenze