Phänologie
Phänologische Daten haben in den letzten Jahrzehnten zunehmende Akzeptanz für vielfältige Fragestellungen in der Klima- und Klimafolgenforschung gefunden.
Pflanzen sind integrative Indikatoren von Umweltveränderungen. Sie reagieren nicht nur auf Wasser- oder Nährstoffmangel, sondern ebenso auf allmähliche Veränderungen des Klimas. Da in den mittleren und höheren Breiten die Entwicklungsprozesse der Pflanzen in hohem Maße temperaturabhängig sind, werden phänologische Beobachtungen zu sensitiven Indikatoren des globalen Klimawandels. Dies gilt vor allem für die Phasen im Frühjahr, die bereits deutlich auf die milderen Winter in unseren Breiten reagiert haben. Auswirkungen von Klimaänderungen werden somit für jeden sichtbar. (Quelle: promet, Jahrgang 33, Heft 1/2)
Die Ankunft der Zugvögel, ihr Wegzug im Herbst, der Beginn des Brütens, die ersten Schmetterlinge in Frühjahr, das Laichen von Amphibien – all dies und noch mehr sind tierphänologische Phasen, in denen sich ähnliche Trends wie bei den Pflanzen finden lassen. Wenngleich die Auswertung dieser Daten zum Teil komplizierter ist als in der Pflanzenphänologie, so liefert die Tierphänologie ebenfalls wichtige Aussagen zu den Folgen des Klimawandels. (Quelle: promet, Jahrgang 33, Heft 1/2)